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Element 2. Eine positiv gelebte Fehlerkultur öffnet die Tür zu unseren Potenzialen.

1/8/2018

by

Nabhomani Kirsten

Eine positiv gelebte Fehlerkultur öffnet unsere Potenziale.

Jeder möchte sich frei entfalten und weiterentwickeln können. Dazu ist Vertrauen notwendig. Wenn wir mit anderen Menschen zusammenarbeiten, ist es von großer Bedeutung, dass wir eine Umgebung (Rahmenbedingungen) vorfinden, in der jeder frei und offen sagen kann, wo der Schuh drückt. Das gilt aber auch für Ideen. Viele trauen sich nicht mehr Ihre Ideen zu teilen, aus Angst belächelt zu werden. Gerade die feinfühligen, intuitiven Menschen haben es schwer in dieser Welt, die noch vorwiegend von oberflächlichem und rationalen Denken geprägt ist.
Es geht darum, sich gegenseitig aufmerksam zu machen, damit wir aus Fehlern lernen und uns weiterentwickeln können. Und es geht darum, sich vorbehaltlos wertschätzend und aufmerksam gegenüber anderen zu verhalten. Professor Hüther würde dazu sagen: "Erfreulich wären Rahmenbedingungen, in denen wir uns gemeinsam einladen, ermutigen und inspirieren können." So unterstützen wir uns gemeinsam, unsere in uns liegenden Schätze zu Vorschein zu bringen.

Wir können gemeinsam erfolgreich sein und eine bessere Welt, nicht nur in Unternehmen schaffen, wenn wir eine Kultur des Vertrauens in unseren Familien, Kindergärten, Schulen, Universitäten, Unternehmen, Städten, – eben in allen Gemeinschaften kultivieren. Eine Kultuer des Vertrauens bedeutet, dass alle wissen, dass Fehler zu machen ein Teil unserer Weiterentwicklung und unserer Potenzialentfaltung ist.

Sie kennen das Beispiel wie ein Baby nach und nach laufen lernt. Würde wir diesem Kind, nach dem es 3 Mal hinfallen ist, sagen, dass es hat keinen Zweck hat, Du lernst es nie, würde dieses Kind nicht laufen lernen. Und so ist es mit ALLEN Dingen, ganz einfach. Damit wir unsere Potenziale entfalten können, damit wir lernen können, damit wir uns weiterentwickeln können, MÜSSEN wir Fehler machen.

In unserer heutigen Gesellschaft ist dafür bisher leider kein Platz. Aus Angst heraus versuchen wir uns immer auf die sichere Seite zu schlagen, um nur ja keine Fehler zu machen. Und so entwickeln sich die einzelnen Menschen nicht oder nur sehr langsam weiter, weil sie sich nicht trauen etwas neues auszuprobieren, weil ich könnte ja etwas falsch machen. Und was haben wir gelernt, schon vom Kindergarten an, in der Schule, im Beruf? Wir werden bestraft wenn wir etwas falsch machen, wenn wir es nicht so machen wie Eltern, Erzieher/innen, Lehrer oder der Chef es von uns erwarten. Und da wir immer noch abhängig sind, von der von aussen zugefügten "Liebe", die auf Erwartung beruht, versuchen wir es allen recht zu machen, aber ja keine Fehler, weil das könnte zum Liebesentzug führen. Genauso ist es wenn wir etwas gut machen, dann werden wir belohnt. Wenn wir es schaffen uns unabhängig von Bestrafung und Belohnung anderer zu machen, kommen wir uns selbst mit riesen Schritten näher und entwickeln ein Bewusstsein für uns selbst. Wir lernen, dass wir glücklich ein wollen und glücklich sind wir wenn wir uns weiterentwickeln. Und Weiterentwicklung ist nur möglich, wenn wir hinfallen und aufstehen, hinfallen und aufstehen. Bis wir es gelernt haben. Dann kommt die nächste Entfaltung unserer Fähigkeiten dran.

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Viele Grüße

von ganzem Herzen

Ihr Nabhomani Kirsten

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